In der medizinischen und pflegerischen Praxis existieren noch immer viele Unsicherheiten im Umgang mit HIV-positiven Menschen. Veraltete Bilder und Vorurteile halten sich hartnäckig und verhindern häufig eine professionelle Behandlung der Patient_innen. Menschen mit HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen machen daher bei der Entgegennahme von Leistungen im Gesundheitswesen nicht selten Diskriminierungserfahrungen. Ziel von Aidshilfearbeit mit Personal im Pflege- und Gesundheitswesen ist es daher, die notwendigen Fachkentnisse zu vermitteln und mögliche Ängste zu nehmen. Die Weiterbildungsveranstaltungen der halleschen Aidshilfe schulen Fachpersonal hierzu zu Übertragungswegen und Umgang mit sowie der Situation von Menschen mit positiver Diagnose im Gesundheitswesen.

Die Angebote umfassen entsprechend:

  • Schulungen für Angestellte im Pflege- und Gesundheitswesen
  • Enge Verzahnung und Zusammenarbeit mit lokalen HIV-Schwerpunktpraxen

 Ansprechperson: Ronja Abhalter

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Obwohl Menschen in der Allgemeinbevölkerung grundsätzlich ein sehr niedriges Infektionsrisiko haben, kommt es jedes Jahr auch zu Neuinfektionen in dieser Zielgruppe. Dies lässt sich vor allem auf ein geringes Risikobewusstsein und Überschneidungspunkte mit anderen Zielgruppen wie intravenös Drogengebrauchenden oder Männern, die Sex mit Männern haben, zurückführen. Zusätzlich zu gesundheitsspezifischen Aufklärungs- und Präventionsangeboten leistet Aidshilfearbeit in der Allgemeinbevölkerung auch Öffentlichkeits- und Antidiskriminierungsarbeit, um stigmatisierende strukturelle Rahmenbedingungen zu reformieren.

Die Angebote umfassen entsprechend:

  • Aufklärung und Beratung zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen
  • HIV-Schnelltestungen
  • Öffentlichkeits- und Antidiskriminierungsarbeit 

Ansprechperson: Anna Müller

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Aufgrund mangelnden Wissens über Sexualität und noch fehlender sexueller Erfahrungen haben Jugendliche und junge Menschen eine höhere Vulnerabilität in Bezug auf sexuell übertragbare Infektionen. Zudem kommt dem Thema der Sexualität, der Veränderung des Körpers und der sexuellen Identitätsbildung in der Lebensphase der Adoleszenz besondere Aufmerksamkeit von Seiten der Jugendlichen zu. Im Alltag werden die noch jungen Menschen dabei mit zahlreichen Bildern und Aussagen über Sexualität konfrontiert, die spezifische Vorstellungen und Erwartungshaltungen an sie herantragen. Das Thema Sex begegnet diesen in Filmen, Musik, Werbung, Internet und Pornografie. Die Reflexion und Einordnung der Informationen bleibt dabei den Jugendlichen zumeist selbst überlassen. Die hallesche Aidshilfe möchte adoleszente und junge Menschen daher in ihrer sexuellen Entwicklung unterstützen. Schwerpunkt liegt hierbei vorrangig auf der Aufklärung über sexuelle Gesundheit sowie selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Sexualität.

Die Angebote umfassen entsprechend:

  • Aufklärungs- und Präventionsveranstaltungen in Schulen und Jugendclubs
  • Beratung zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen

Ansprechperson: Ronja Abhalter

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Frauen haben ein relativ geringes HIV-Risiko. Zugleich sind sie jedoch die am häufigsten von HIV-Spätdiagnosen bzw. AIDS-Erkrankungen betroffenen Personengruppe. Besonders älteren Frauen wird im Gesundheitswesen oftmals ein Sexualleben abgesprochen, was dazu führt, dass AIDS-spezifische Symptome nicht oder zu spät erkannt werden. Zudem besteht in der weiblichen Bevölkerung ein Bedarf an Aufklärungsarbeit im Bereich von anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Als Agentur für sexuelle Gesundheit zielen Angebote der halleschen Aidshilfe auf die ganzheitliche und strukturelle Verbesserung sexuellen Wohlbefindens von Frauen.

Die Angebote umfassen entsprechend:

  • Aufklärung und Beratung zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen
  • Beratung zu frauenspezifischen Themen im Leben mit HIV (bspw. Schwanger- und Mutterschaft)
  • Empowerment von Mädchen und jungen Frauen
  • HIV-Schnelltestungen
  • Politisches Engagement zur Verbnesserung der gesellschaftlichen Situation von Frauen

Ansprechperson: Anna Müller

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Inhaftierte Drogengebraucher_innen sowie Männer, die Sex mit Männern haben, und HIV-Positive sind in Haftanstalten oft von mangelnder gesundheitlicher Versorgung betroffen. Nahezu alle Kondomausgaben sowie Substitutions- und Spritzentauschprogramme wurden in den vergangenen Jahren aus politischen Gründen eingestellt. Zudem ist das Infektionsrisiko aufgrund mangelnder Präventionsmaßnahmen in Vollzugsanstalten besonders hoch. Die hallesche AIDS-Hilfe versucht Strukturen aufzubauen, die es inhaftierten Personen ermöglicht, risikoarm und gesund in Inhaftierung zu leben.

Die Angebote umfassen entsprechend:

  • Beratung und Information zu HIV/AIDS und sexuell übertragbaren Infektionen 
  • Beratung und Information zu Drogenkonsum und Safer Use in Haft
  • Begleitung HIV-positiver Inhaftierter
  • Schulungen für Personal in Haftanstalten
  • Politisches Engagament für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen in Haftanstalten
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In den letzten Jahren hat durch inner- als auch außereuropäische Migrationsbewegungen die Bedeutung von Migration für das HIV-Infektionsgeschen und die Aidshilfearbeit zugenommen. Auch aus HIV-Hochprävalenzländern (bspw. aus Gegenden der Subsahara und Osteuropa) wandern Menschen nach Deutschland ein. Hierzulande sind Personen mit ungeklärten Aufenthaltstatus und illegalisierte Migrant_innen des weiteren strukturell von Leistungen des Gesundheitswesens ausgeschlossen und daher in besonderem Maße Risiken für ihre (sexuelle) Gesundheit ausgesetzt. Die hallesche AIDS-Hilfe berät sowohl zu rechtlichen als auch medizinischen Fragen im Kontext von HIV und Migration.

Die Angebote umfassen entsprechend: 

  • Beratung zu medizinischen und sozialrechtlichen Fragen im Kontext von HIV und Migration
  • HIV-Schnelltestungen
  • Schulungen für Mitarbeiter_innen in der sozialen Arbeit mit Migrant_innen und Geflüchteten
  • Politisches Engagement zur Verbesserung der gesellschaftlichen Situation für Menschen mit Migrationsgeschichte
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