Sexarbeiter_Innen sind - auch im Schatten des neu eingeführten Prostituiertenschutzgesetzes - von Marginalisierung, Diskriminierung und Stigamtisierung betroffen. Zusätzlich besteht vor allem für Sexarbeiter_innen, die ihre Arbeit unter Zwang oder finanziellem Druck ausüben, ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Die gesellschaftliche Ausgrenzung sowie soziale und ökonomische Zwangslagen führen dazu, dass sexuell übertragbare und HIV-Infektionen unerkannt und unbehandelt bleiben. Die hallesche Aidshilfe bietet Sexarbeiter_innen anonyme Testmöglichkeiten und Beratung zu Themen der sexuellen Gesundheit und der Sexarbeit.

Die Angebote umfassen entsprechend:

  • Beratung zu HIV, sexuell übertragbaren Infektionen und sexueller Gesundheit im Zusammehnag mit Sexarbeit
  • Beratung zu sozialrechtlichen Fragen sowie zum Prostituiertenschutzgesetz
  • Aufsuchende Sozial- und Präventionsarbeit
  • HIV- und Syphilis-Schnelltestung
  • Politisches Engagement zur Verbesserung der gesellschaftlichen Situation von Sexarbeiter_innen

Ansprechperson: Anna Müller

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Intravenöser Drogengebrauch ist neben ungeschütztem Sex die häufigste Übertragungsart von HIV. Vor allem der Austausch und die gemeinsame Benutzung von Spritzenbesteck stellt in diesem Zusammenhang ein erhebliches Risiko dar. Besonders durch die zunehmende Bedeutung von intravenös konsumierten synthetischen Drogen steigt die Zahl von Neuinfektionen durch Drogengebrauch in den letzten Jahren kontinuierlich. Durch mangelnden Zugang zu Institutionen der gesundheitlichen Vor- und Fürsorge sind Drogengebraucher_innen nicht ausreichend über Infektionsrisiken und Testmöglichkeiten informiert. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit ungeschützter und damit riskanter Sexualkontakte durch Party- und Sexdrogen. Die hallesche AIDS-Hilfe berät Drogengebraucher_innen zu Themen des Safer-Use sowie Testmöglichkeiten und Präventionsprogrammen.

Angebote sind entsprechend:

  • Aufklärung und Information zu Drogengebrauch und HIV-Risiken
  • Beratung zu Safer Sex und Safer Use
  • HIV-Schnelltestungen

Ansprechperson: Anna Müller

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Im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen ist die Prävalenz von HIV/AIDS bei schwulen und bisexuellen Männern besonders hoch. Ungefähr zwei Drittel aller Infektionen finden hierzulande bei Männern statt, die Sex mit Männern haben. Ein wesentlicher Teil der präventiven Arbeit richtet sich daher an schwule und bisexuelle Männer. Durch die Aufklärung über HIV/AIDS sowie sexuell übertragbare Infektionen möchte die hallesche Aidshilfe diese über Übertragungswege und Schutzmöglichkeiten informieren und so ein gesundheitsbewusstes Sexualleben fördern. Da sich erlebte Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität oder Lebensweise zudem negativ auf das sexuelle Gesundheitsverhalten und das psychische Wohlbefinden auswirkt, engagiert sich die Aidshilfe zudem politisch für eine Gesellschaft, in der Menschen ohne Angst verschieden sein, leben und lieben können.

Die Angebote umfassen entsprechend:

  • Prävention in der Schwulenszene (Partyprävention, Szenekneipen)
  • Prävention an Orten der sexuellen Begegnung (Klappen, Cruisingareas)
  • Testangebote für Männer, die Sex mit Männern haben
  • Umfassende Beratung zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP)
  • HIV- und Syphilis-Schnelltestungen
  • Politisches Engagement für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft

Ansprechperson: Martin Thiele

 

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Aufgrund hochwirksamer antiretroviraler Medikamente ist eine HIV-Infektion mittlerweile gut therapierbar. Menschen mit einer positiven Diagnose können daher heute ein gesundheitlich weitgehend problemloses Leben führen. Und trotzdem kann es immer wieder zu Problemen kommen, bei denen die hallesche Aidshilfe beratend und begleitend Unterstützung leistet. Dabei werden vor allem medizinische und soziale Fragen und Probleme geklärt, die im Zusammenhang mit dem Leben mit HIV auftauchen. In der Beratungssituation spielen häufig Themen wie die psychische Verarbeitung der Diagnose, die angemessene Medikation, der Umgang mit der Infektion im Berufsleben und im sozialen Umfeld sowie HIV-bezogene Diskriminierungserfahrungen eine Rolle.

Die Angebote umfassen entsprechend:

  • Medizinische Beratung
  • Sozialrechtliche Beratung
  • Psychologische und Parterschaftsberatung im Kontext von HIV
  • Begleitung bei Arztbesuchen und Behördengängen
  • Beratung und Begleitung im HIV-bezogenen Diskriminierungsfall

Ansprechperson: Denis Leutloff

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